KSM

Wohnquartier „Kleiner Stadtmarsch“, Magdeburg

Das Umfeld des zu bebauenden Quartiers „am kleinen Stadtmarsch“ ist überwiegend von ausgedehnten Grünflächen und erhaltenswertem ingigenem Gehölz geprägt, sowie dem Blick auf die Elbe und die Silhouette der Magdeburger Altstadt. Die Baukörperstellung und die Baukörperform leiten sich aus den historischen Baufluchten und Korridoren der einstiegen Bebauung ab. Die Neubauten werden behutsam und durch die geschickte Drehung adaptiv an den Kontext angepasst. Die gewählten Positionen der klaren und kompakt geformten Gebäudevolumen lassen Blickbezüge zur Elbe und zueinander entstehen. Durch wechselnde Perspektiven und Achsen entsteht eine Leichtigkeit und Eleganz. Schlecht nutzbare Restflächen werden vermieden.

Das hier neu entwickelte Quartier soll sich maßstäblich in die Inselsilhouette einfügen und trotzdem einen markanten Akzent setzen. Durch qualitativ hochwertige Architektur wird der Stadt Magdeburg ein identitätsstiftender Ort mit hohem Wohnwert geboten. Es wird eine wirtschaftliche Dichte erzeugt, bei der dennoch ein qualitätsvoller Wohnstandard etabliert werden kann.
Das Baukörperensemble welches sich aus einer zum Messegelände hin dichter werdenden Bebauung und acht Punkthäusern im rückwärtigen Teil des Quartiers zusammensetzt, fügt sich in die umliegende städtebauliche Körnung des Gebietes subtil ein und schafft eine Vernetzung zum grünen Umfeld. Die verdichtete Bebauung zum Messegelände als Emissionsquelle sorgt für ruhiges Wohnen.

Das Konzept der Punkthäuser dafür, dass in keiner Richtung optische Barrieren entstehen und dass aus allen Richtungen eine gute Maßstäblichkeit gewahrt bleibt. Gleichzeitig ergibt sich durch die Gestalt der einzelnen Gebäude eine prägnante neue Stadtsilhouette. Durch die lockere Stellung zueinander, die Gestalt der Häuser und den hohen Grünanteil innerhalb sowie außerhalb des Quartiers entsteht eine Anmutung von Diamanten im Park. Durch die Schräge im Baukörper wird auch den hinteren Wohnungen der Blick auf die Elbe und die Stadtsilhouette von Magdeburg gewährt.

Das Gelände wird in drei Ebenen gegliedert. Alle Eingänge zu den Häusern liegen bei +47.95m ü.NN was dem Hochwasserschutzziel der Stadt Magdeburg von 7,8m entspricht. Die vermittelnde Ebene wird von der umgebenden Straße über eine leichte Geländemodulation über barrierefreie Rampen verbunden. Durch die geschickte Positionierung der Tiefgaragen, wird das vermittelnde Niveau für alle Hauseingänge geschaffen, ohne das große Erdmassen bewegt werden müssen.
Die Häuser zum Wasser sind durch eine leicht erhöhte „Kaimauer“ vor Hochwasser geschützt, was gleichzeitig der Gliederung der privaten Grünflächen zugutekommt.

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